Nokia 5230 Smartphone (UMTS, Bluetooth, GPS, 2 MP, Ovi Karten) white dark silver

Konkrete Information zum Handy:

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Technische Information zum Handy:

Nokia 5230 Smartphone white dark silver

  • Unterstützte Netze: UMTS-Netze (WCDMA 900/2100, HSDPA), Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze (EDGE), Automatischer Frequenzbandwechsel in GSM-Netzen, Flugmodus
  • 2-Megapixel-Kamera
  • Touchscreen mit 8,1 cm Diagonale (3,2 Zoll)
  • Integrierter GPS-Empfänger mit Unterstützung für A-GPS
  • Lieferumfang: Nokia 5230, Nokia Energiespar-Ladegerät AC-8E, Nokia Akku BL-5J, Nokia Stereo-Headset WH-102, Plektrum mit Nokia Trageriemen CP-306, Bedienungsanleitung (Hinweis: Original deutsche Ware mit deutscher Bedienungsanleitung)

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Online-Konmmentare zum Handy:

Nokia 5230 Smartphone white dark silver

Nokia 5230 Smartphone (UMTS, Bluetooth, GPS, 2 MP, Ovi Karten) all black (Elektronik) Was ich eigentlich suchte, als ich mich für das Nokia 5230 entschied, war ein schlichtes Navigationsgerät, dass mich mangels UMTS-Flat ohne irgendwelche Zusatzkosten relativ sicher von A nach B führen kann und nebenbei auch noch als virtuelle Landkarte dient. Daher werde ich das Gerät auch hauptsächlich unter diesen Vorgaben bewerten, ohne natürlich die Grundfunktionen eines mobilen Telefons außer Acht zu lassen.

Rein äußerlich macht es zunächst einen soliden Eindruck, der zwar stark von Plastik geprägt ist, aber auch keine gravierenden Verarbeitungsmängel erkennen lässt. Einzig der Schieberegler für die Tastensperre wirkt ein wenig wackelig. Das Display ist bezüglich Auflösung und Farbe über jeden Zweifel erhaben, es wird in der selben Form mit abgewandeltem Touch-Mechanismus schließlich auch im deutlich teureren Bruder Nokia X6 verwendet. Der Touchscreen ist präzise, kann aber nicht mit dem Finger, sondern mit dem Fingernagel oder einem Stift, bzw. dem mitgelieferten Plektrum bedient werden, da er auf Druck reagiert. Ich komme damit jedenfalls gut klar, selbst die Eingabe von längeren SMS-Texten funktioniert in der virtuellen Querformat-Tastatur relativ reibungslos. In den Disziplinen Telefonieren, Multimedia-Player und Akku-Laufzeit leistet sich das Gerät keine Schwächen, einzig an der Kamera wurde deutlich gespart. Die 2-Megapixel-Bilder sehen nur auf dem Handybildschirm schön aus, am PC sind sie farbarm und verrauscht. Die Video-Funktion ist mit 640×480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde jedoch überraschend gut, wenn man die nötigen niedrigen Erwartungen an die Bildqualität mitbringt. Der Lieferumfang ist schlichtweg dürftig und wohl auch des geringen Preises geschuldet. Außer einem wackligen weissen Headset, dem Ladegerät, der Beschreibung und einem Plektrum ist nix dabei.

Nun zu der Funktion, auf die meiner Meinung nach die meisten Käufer das Hauptaugenmerk legen – das Navi:
Zunächst einmal – im Lieferumfang fehlt so ziemlich alles, was aus dem 5230 ein vollwertiges Navi macht, weshalb man sich vom niedrigen Anschaffungspreis nicht in die Irre führen lassen sollte. Zwingend notwendig ist der Zukauf eines micro-USB-Kabels (circa 2 Euro amazon/ebay) und einer micro-SD-Karte (sinnvoll ist 8GB, circa 15 Euro amazon/ebay). Ich habe zusätzlich noch eine KFZ-Halterung (circa 10 Euro, universal, ebay) und ein KFZ-Ladekabel (circa 5 Euro, ebay) erworben, um die vollwertige Nutzung im Auto zu gewährleisten.
Hat man dann die wichtigsten Sachen beisammen, kann man mit dem etwas umständlichen Prozess der Softwareinstallation beginnen. Es ist keinerlei CD im Lieferumfang, man benötigt also zwingend eine Internetverbindung am PC. Nach der Installation der neuesten Version 3.03 von Ovi Maps auf dem Handy (sehr wichtig, da erst damit die kostenlose Navigation möglich wird) überträgt man mit Hilfe des Nokia Map Loaders alle wichtigen Länderkarten, in denen man irgendwann einmal glaubt, die Navigation nutzen zu müssen. Ich habe bspw. ganz Europa und die USA installiert, was circa 5GB Speicherplatz auf der Karte belegt.
Um das Navi komplett kostenlos zu nutzen, muss im Handy nun noch als einzige genutze Navigationsart „Integriertes GPS“ gewählt und der Standortbestimmungsserver deaktiviert werden. Wie sich aus den ganzen Ausführungen erkennen lässt – das 5230 ist kein Auspack- und Losfahr-Gerät, es sind definitiv zahlreiche teilweise auch aufwendige Schritte nötig um die Navigation ohne jegliche aGPS-Unterstützung (und damit Zusatzkosten) gangbar zu machen.

Hat man dies jedoch alles geschafft offenbart sich eine durchaus brauchbare und vollwertige Navigationslösung. Der Suchvorgang nach GPS-Satelliten kann beim ersten Mal noch circa 5 Minuten in Anspruch nehmen, danach kommt der Kontakt zumeist in 1-2 Minuten oder schneller zustande. Man hat bei der Routenführung alle Auswahlmöglichkeiten eines vollwertigen Navis und kann sich über das Internet auch Zusatzinformationen über Staus (vergleichbar mit TMC), Wetter sowie Reiseführer holen, was ich jedoch nicht getestet habe. Die Navigation ist durchaus präzise, in eng bebauten Gebieten kann aber auch in selteneren Fällen ein kurzer Kontaktverlust stattfinden, wodurch man an einer Kreuzung zu spät zum Abbiegen aufgefordert wird. Dies ist letzendlich wohl dem im Vergleich zu KFZ-Navis schlechteren GPS-Empfängers anzulasten. Allerdings traten solche Fälle bei mir bisher nur sehr selten auf. Das Kartenmaterial ist aktuell und in seiner Genauigkeit über jeden Zweifel erhaben – bei mir wurden gar Wald- und Wiesenwege angezeigt, es spricht also auch nichts gegen ausgedehnte Wanderungen und Radtouren. Zusätzlich ist zu bedenken, dass Nokia andauernde Aktualität verspricht – man wird sich also auch in Zukunft neues Material herunterladen können.
Die Navigation kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat in verschiedenen Ansichtsmodi inklusive Nachtmodus gewählt werden, wichtige Gebäude finden sich sogar in 3D. Die Sprachführung im KFZ-Modus ist klar verständlich, man kann im Map Loader zwischen verschiedenen Sprachen und Stimmen wählen. Hat man keine aktive Route, kann man das 5230 nun auch als „Atlas“ verwenden, die Kartenansicht erinnert an google maps, die Offline-Suche nach Adressen und POIs funktioniert einwandfrei. Ich wiederhole noch einmal – ich habe das 5230 stets offline verwendet, es fielen also nie Internetgebühren an. Wer unter diesem Augenmerk mit dem im Vergleich zu vollwertigen Navis manchmal etwas länger andauernden Satellitenfindungsprozess und den seltenen Ungenauigkeiten leben kann, wird mit dem Gerät glücklich werden. Nutzern mit mobiler Internet-Flat wird die Zuschaltung von aGPS sicher einen spürbaren Geschwindigkeits- und Genauigkeitsvorteil bringen.

Alles in allem ist das 5230 ein solides Navi, dass den Vergleich mit handelsüblichen KFZ-Navigationsgeräten wohl leicht verliert, aber durch die zusätzliche Mobilität und Auswahl sowie Aktualität des Kartenmaterials definitiv zu überzeugen weiß. Und nebenbei ist es auch noch ein wirklich gutes Handy…