Nokia E71 Smartphone (UMTS, WLAN, A-GPS, Bluetooth, 3,2 MP, Ovi Karten, QWERTZ-Tastatur) white steel

Konkrete Information zum Handy:

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Technische Information zum Handy:

Nokia E71 Smartphone white steel

  • Navigation auf dem Handy mit Nokia Maps 2.0 inkl. integriertem GPS-Empfänger mit Unterstützung für A-GPS
  • 3,2 Megapixel Kamera (2.048 x 1.536 Pixel) mit LED-Blitzlicht, Schärfenbereich: 10 cm bis unendlich
  • Spezielle Schnellzugriffstasten: Home, Kalender, Kontakte
  • Unterstützte Formate für die Musikwiedergabe: MP3, WMA, AAC, AAC+, eAAC+
  • Abmessungen: 114 x 57 x 10 mm

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Online-Konmmentare zum Handy:

Nokia E71 Smartphone white steel

Nokia E71 Smartphone (UMTS, EDGE, WLAN, Bluetooth, A-GPS, Nokia Maps 2.0, 3,2 MP, Symbian OS 9.2, Ovi Karten) grey steel (Zubehör) Ich habe dieses Gerät nun seit ca. 2 Tagen in Gebrauch und bin begeistert von dem immensen Funktionsumfang. Natürlich ist dieses Handy kein vollwertiges Notebook (obwohl es annähernd so viel kostet 😉 ), aber es ist nah dran.

Die Pluspunkte im Einzelnen:

+ Formfaktor: Das Handy ist natürlich größer und breiter als normale Handys, was aber nun mal der Tastatur und dem Display geschuldet ist. Es ist aber sehr flach, und somit „hosentaschentauglich“, zumal eine (einfache) Schutzhülle im Lieferumfang enthalten ist. Das ist für mich entscheidend wenn es um den Vergleich zum Notebook geht. Selbst ein Subnotebook oder ein Netbook hat man nicht überall dabei. Dieses Handy schon. Das Gewicht bleibt im Rahmen, zusammen mit dem Edelstahlgehäuse vermittelt es aber einen handlichen und sehr „wertigen“ Eindruck.
Die Tastatur ist kein Vergleich zu dem Ziffernblock in normalen Handys. Man kann zwar keine Romane schreiben, ich bin damit aber nach einem Tag schon wesentlich fixer als mit meinem alten Handy. Das „Zweidaumensystem“ ist am effizientesten, die Tastatur ist aber auch einhändig bedienbar. Die Treffgenauigkeit trotz der wirklich winzigen Tasten ist enorm!
Ich nutze u.A. einen ssh-client auf dem Handy, und gerade die dafür oft benutzten Sonderzeichen sind DEUTLICH fixer getippt als mit „sechsmal auf ‚*‘ drücken“ oder was auch immer… leider ist die Tastatur nicht vollständig, es fehlen z.B. Esc und Tab, aber ok, wollte nun auch nicht direkt auf dem Handy programmieren… 😉
Einziger Wermutstropfen ist, dass viele Programme für normale Handytastaturen optimiert sind, und z.B. bestimmte Ziffern oder ‚*‘ oder ‚#‘ mit Funktionen belegen (z.B. Google Maps). Diese Tasten sind aber hier nur in Kombination mit der Funktionstaste zu erreichen, da sie mit auf den Buchstabentasten liegen.

+ Die Benutzeroberfläche ist komplex, aber übersichtlich und fix. Ich habe vorher ein SonyEricsson Handy genutzt, und musste mich etwas umgewöhnen, habe es aber nach einem Tag schon kapiert. Elegant finde ich die Lösung für die Datenverbindungen, die sobald eine Applikation auf das Internet zugreifen will, nachfragen welchen Zugangspunkt man benutzen möchte (Mobilfunk oder WLAN) und automatisch erkennt ob ein bekanntes WLAN in Reichweite ist und einem dieses anbietet.
Ich hatte mich schon länger für ein Symbian-basiertes Handy interessiert, bin aber durch Berichte über träge Nutzeroberflächen abgeschreckt worden (ohne aber selbst jemals eines in der Hand gehabt zu haben). Bei der neuen Generation scheint Nokia dieses Problem in den Griff bekommen zu haben, die Menüs gehen mindestens so flott von der Hand wie bei S40-basierten Handys. Applikationen, seien sie nun Symbian- oder Java-basiert laden sehr schnell, fast unmerklich.

+ Funktionen. Der Wahnsinn. Ich hab Office auf dem Handy (okok für manche mag das ja normal oder unwichtig sein, aber ich finde das schon eindrucksvoll). Quickoffice macht seinem Namen alle Ehre, selbst ein komplexes Spreadsheet (ohne Makros) wird in nullkommanix geladen und ist (in Grenzen) editierbar ohne das irgend etwas zerstört wird! Ich finde das praktisch. Klar man kann auf der Tastatur keine Romane tippen, aber um mal eben Sachen in ein Spreadsheet nachzutragen gehts. Wirklich sehr praktisch.
GPS ist hilfreich wenn man mal verloren geht, es findet die Satelliten im Freien in ein paar Minuten, in Gebäuden funktioniert es meist nicht. Eine brauchbare Navianwendung liegt dem Handy aber nicht bei, sondern muss bezahlt werden (s.u.).
Die 3MP-Kamera mach bei Tageslicht ordentliche Bilder, bei Dunkelheit rauscht sie aber mächtig. Sie eignet sich aber für Schnappschüsse, und (dank des Autofokus) für das schnelle Abfotografieren von Tafelinhalten oder Dokumenten (was für mich die „Hauptanwendung“ einer solchen Kamera ist). Die Videofunktion scheint künstlich beschnitten worden zu sein, um eine „featuremäßige Abgrenzung“ von den Modellen der N-Serie zu schaffen. Ist für mich aber auch nur ein nettes Gimmick und kaum von Nutzwert.
Der Internetbrowser formatiert die Seiten geschickt um, so dass man alles im Fluss lesen kann. Auch unterstützt er (in Grenzen) Flash Videos, die mobile Version von Youtube geht. Allerdings überforderten ihn einige meiner Lieblingswebpodcasts dann anscheinend doch etwas, z.B. das ctmagazin kann man nur in der Modem-Version flüssig anschauen… auch reine Audiostreams funktionierten teilweise aus unerklärlichen Gründen nicht. Von vollständigem Web auf dem Handy ist man m.E. also noch ein gutes Stück entfernt, aber es geht in die richtige Richtung.
Auch einige (eigentlich kompatible) .mp4 Dateien die ich heruntergeladen hatte wollten nicht funktionieren (Ton ging, Bild blieb schwarz).
Darüber hinaus gibt es eine Unmenge an hilfreichen kleinen Tools (z.B. eine Suchfunktion die wirklich ALLES auf dem Handy durchsucht, Acrobat Reader, zip,…) die ich hier gar nicht alle auflisten kann. Was fehlt ist oft nachinstallierbar (obwohl es da Probleme geben kann s.u.). Ich habe nach einem Tag noch nicht annähernd alles ausprobieren können.

+ Akku: Der Akku hat bei mir einen Tag ständige Rödelei (WLAN, GPS…) gut überstanden, er ist noch ca. zu 20% voll. Man kommt also locker über einen Arbeitstag damit.
Ich kann jetzt natürlich noch keine „Langzeitstudien“ vorlegen, aber wenn man das Handy in Ruhe (aka Standby) lässt dürfte er SEHR lange halten. Er hat halt auch über 50% mehr Kapazität das die Akkus in gängigen Handys. Ist halt auch ein Vorteil des relativ großen Formfaktors: es passt auch ein großer Akku rein!

Ein paar Kleinigkeiten hab ich leider auch zu bemäkeln:

– Einige SymbianOS-Anwendungen sind momentan leider nicht kompatibel zum E71. Dazu zählen Opera Mobile (Opera Mini geht!), und Fring. Ich konnte Fring zwar installieren (nachdem mich das Handy bereits warnte dass die zu installierende Software inkompatibel sei), aber dann stürzte es ab sobald ich einen ICQ-Kontakt anchatten wollte. Der Skype-Login ging gar nicht.
Ich denke/hoffe aber mal, dass es bald Updates für diese Programme geben wird.

– Nokia legt dem Handy nur ältere/beschränkte Versionen einiger Programme bei.
Nokia Maps („Karten“ in der deutschen Fassung) zeigt nur den Standort an auf der Karte an. Eine geführte Navigation ist nur bei Kauf von (zeitlich beschränkten!) Lizenzen möglich.
QuickOffice liegt in der Version 4.1.35.0 bei, aktuell ist aber die Version 5, die auch Support für die neuen MS-Office-Formate (z.B. „.docx“) mitbringt, das kann die Version 4 leider nicht… ein Update auf 5 kostet dann auch wieder extra…
Mag sein dass die obigen Dinge nicht jeder braucht, aber ich finde es schon happig noch „nachzahlen“ zu sollen, wo ich schon für das Handy einen stattlichen Betrag auf den Tisch gelegt habe. Nokia sollte sich mal fragen ob das angesichts eines drohenden „Handy-Linux“ noch der richtige Weg ist. Wenn es bei Linux-basierten Handys möglich sein wird Open Source Software auf dem Handy zu installieren (Android lässt grüssen…), könnte man da schnell dumm aussehen… in Zukunft werden sich die Handys sicher noch mehr über den Funktionsumfang (also die Software) abgrenzen müssen, die Hardware wird ja zunehmend ähnlicher.

– Die Emailfunktion finde ich gerade bei Imap etwas unübersichtlich. Wer viele Ordner hat kommt schnell durcheinander. Da dies gerade eine Paradedisziplin eines solchen Handys sein sollte, war ich schon etwas (negativ) überrascht… kann aber eine Gewöhnungssache sein.

Der Lieferumfang geht in Ordnung, das Standardzubehör ist dabei (Ladegerät, Headset, USB-Kabel, 2GB SD-Karte). Darüber hinaus ist wie erwähnt auch eine Schutzhülle dabei. Diese ist aber einfach gehalten, sie hat keinen Gürtelclip, was aber den Vorteil hat dass sie nicht aufträgt, und das Handy in der Hülle kaum dicker ist als ohne. Sie ist auch nicht transparent, d.h. das Handy kann nicht in der Hülle bedient werden.

Trotz kleiner Wermutstropfen, von mir 5 Sterne! Wie gesagt, ich hatte jetzt einen Tag Zeit mich mit dem Handy zu beschäftigen. Auch ist dies mein erster Kontakt mit einem Smartphone, kann es deshalb nur schlecht vergleichen. Mich begeistert es aber vollständig!