o2 Xda Comet

Konkrete Information zum Handy:

o2 Xda Comet

Technische Information zum Handy:

o2 Xda Comet

  • Technische Daten:Gewicht: 148 g Abmessungen: 106 x 58 x 19 mm Standby Zeit: 200 Stunden Gesprächszeit: 240 min
  • Spezfische Absorptionsrate:SAR-Wert: 0,748 W/kg

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o2 Xda Comet

o2 Xda Comet Seit mehreren Generationen nutze ich neben ’normalen‘ Handys auch Smartphones. Stammten diese Geräte, die in Deutschland je nach Netzbetreiber MDA, VPA oder XDA heißen, bisher ausnahmslos vom Hersteller HTC, so ist mit dem Comet erstmals ein Handy von Quanta am Start. Der chinesische Hersteller ist vor allem als OEM-Produzent von Laptops für so namhafte Hersteller wie HP, Dell oder Sony bekannt und existiert seit 1988 -neun Jahre länger als HTC. Das in Deutschland nur von O2 als XDA Comet angebotene Gerät heißt international O2 XDA Atom Life oder Quanta Apollo.

Als Betriebssystem findet Microsoft Windows Mobile 6.0 Professional Verwendung. Serienmäßig beinhaltet die Software Pocketversionen von Word, Excel, Power Point (nur Lesemodus!) und Outlook. Dazu kommen Mediaplayer, PDF-Betrachter und einiges mehr. O2 ergänzt die Software durch Multimediasoftware wie einen Equalizer. Für Windows Mobile sind unzählige Programme verfügbar, die sich zusätzlich im großen Speicher oder auf einer Speicherkarte installieren lassen -dazu gleich mehr.

Äußerlich ähnelt der XDA Comet den HTC-Smartphones, zum Beispiel dem O2 XDA Neo. Die wesentlichen Unterschiede stecken aber ‚unter der Haube‘. Setzt HTC in der Regel auf eher schwache Prozessoren wie den TI 850 OMAP mit 200 MHz oder den mit immerhin 400 MHz getakteten Qualcomm MSM7200, so protzt der Comet mit dem 624 MHz schnellen Intel PXA270. Unter den Smartphones ist das ebenso rekordverdächtig wie der 1 Gigabyte große Anwendungsspeicher zur Installation von Software. Zum Vergleich: klassenüblich sind 128 MB. Als Arbeitsspeicher stehen allerdings auch beim Comet nur 64 MB zur Verfügung -ein erster Kritikpunkt. Die Geschwindigkeit ist zwar wesentlich höher als bei anderen Smartphones, wird aber durch den geringen Speicher unnötig eingeschränkt.

Auch in Punkto ‚Connectivity‘, also der möglichen Verbindungen, bietet der Comet das ganze Sortiment. Im Mobilfunkbereich GSM Triband, GPRS und UMTS Dualband (inklusive schnellem HSDPA zum Surfen mit DSL-Geschwindigkeit). Drahtlos über WLAN (54 Mbit/s), Bluetooth und Infrarot. Kabelgebunden schließlich per beiliegendem USB-Kabel, wobei sowohl Active Sync-Verbindungen zu Windows-PCs möglich sind als auch ein „USB-Massenspeichermodus“, bei dem auch unter anderen Betriebssystemen eine Speicherkarte im Comet als Wechseldatenträger erkannt wird. Als Kartenslot dient ein von außen zugänglicher miniSD-Steckplatz. Durch Installation des im Internet erhältlichen Treibers SDHC.777.cab werden auch SDHC-Karten nutzbar -ich verwende eine 8 GB große Sandisk-Karte.

Die starke Technik und die vielen Drahtlostfunktionen fordern allerdings ihren Tribut. Wer aus Bequemlichkeit alle Drahtlostechniken eingeschaltet lässt, zwingt den Akku des Comet wie bei vielen aktuellen Geräten innerhalb eines Tages in die Knie. Da ich den Telefonteil nur selten nutze (dafür habe ich ein anderes Handy) und auch andere Drahtlosfunktionen nur bei Bedarf einschalte, komme ich auf rund vier Tage gemischten Betrieb. Ein künftiges Update auf Windows Mobile 6.1 soll die Laufzeit verbessern. Generell aber verbraucht viel Technik auch viel Strom. Ein Menü „Verbindungen“ erlaubt übrigens das gezielte Ein- und Ausschalten aller Funktionen.

Der Multimediateil des Comet ist zwar vollständig, aber nicht perfekt. Die 2 Megapixel-Kamera (ohne Autofokus, aber mit Fotoleuchte) bietet durchschnittliche Qualität, ergänzt durch eine Frontkamera für Videotelefonie. Für den guten Ton sorgen Stereo-Lautsprecher, die hier sinnvollerweise nach vorn zeigen (statt, wie üblich, nach hinten), Headset (Serie) sowie das Bluetooth-Profil A2DP für drahtlosen Stereo-Sound. Das Display schließlich löst klassenübliche 320 x 240 Pixel auf, ist aber mit 2,7″ Diagonale etwas kleiner als bei HTC-Geräten (diese haben 2,8″) und durch die transmissive Technik stark blickwinkelabhängig, aber kontraststark.

Wer braucht nun den Comet, und wer sollte ein anderes Gerät kaufen?

Wer Leistung und Ausstattung in den Vordergrund stellt, ein handliches Gerät für jeden Zweck sucht und auf Ausdauer weniger Wert legt, der findet im Comet einen bärenstarken Begleiter. Das gezielte Ausschalten nicht benötigter Drahtlostechniken hilft ebenso wie die Tatsache, per Mini-USB-Buchse sowohl per Netzteil, am PC als auch (per optionalem Kabel) im Auto aufladen zu können.

Sind Sie dagegen der Typ, der ‚das alles sowieso nicht nutzt‘? Dann gibt es sicher Geräte, die für weniger Geld einfacher bedienbar sind und eine Woche durchhalten. Sie verzichten damit allerdings auf einen Laptop, der in die Hemdtasche passt und so ziemlich alles kann. Übrigens: ergänzt um eine Bluetooth-GPS-Maus und Tomtom-Software ersetzt der Comet sogar mein Navi.