Sonim XP1 BT schwarz Handy mit Bluetooth

Konkrete Information zum Handy:

Sonim XP1 BT schwarz Handy mit Bluetooth

Sonim XP1 BT – schwarz – Outdoor Handy mit Bluetooth ohne Branding

Das Sonim XP1 mit Bluetooth ist ein echtes Allwetter-/Allterrain-Handy. Es ist überall einsatzbereit und somit besonders für Branchen interessant, in denen es darauf ankommt immer und überall einsatzbereit zu sein: Baugewerbe, Garten- und Landschaftsbau, Gebäudemanagement, Montageservice, Sicherheitsunternehmen, Transport und Logistik – um nur einige zu nennen.
Ein Rahmen aus gehärtetem Gummi, ein entsprechend gelagertes Innenleben und Gummidichtungen in den Gehäuseschalen und im Akkudeckel sorgen für zuverlässigen Schutz vor Sturzschäden (bis zu 1,65m Höhe), Spritzwasser und Staub. Große stabile Tasten und das kratzfeste große und helle Farb-Display sichern eine Bedienung auch unter erschwerten Bedingungen (z.B. mit Handschuhen). Weiterhin ist das Handy mit einem Triband ausgestattet und verfügt über eine Standbyzeit von ca. 200h und eine Sprechzeit von ca. 4h. Es ist funktionsfähig von einer Betriebstemperatur von -40C bis +85C .

Eine Gürtelhalterung ist im Lieferumfang enthalten.

Sonim XP 1 BT black

Technische Information zum Handy:

Sonim XP1 BT schwarz Handy mit Bluetooth

  • IEC IP52-Schutz gegen Wasser, Staub, Sturz und Vibration
  • Geschützt gegen Stürze aus bis zu 1,65m Höhe
  • Leistungsstarke Audio auch bei lauter Umgebung (+95dB)
  • Großes, helles Farbdisplay mit 65.000 Farben, 128×160 Pixel, kratzfest
  • Lieferumfang: Handy, Akku, Netzteil

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Online-Konmmentare zum Handy:

Sonim XP1 BT schwarz Handy mit Bluetooth

Sonim XP1 BT schwarz Handy mit Bluetooth (Elektronik) Liebe Mobilfunker!

Das ist nun leider die erste Rezension, bei der ich null Punkte vergeben muß – bzw. _möchte_ denn selbst das eine Amazon-Sternchen ist schon schmeichelhaft.

Warum?

Der schwarze und nicht gerade leichte Ziegel erfüllte meine Erwartungen in Sachen Robustheit und Abdichtung vollumfänglich. Auch mit den kleinen Schwächen (psychedelische Klingeltöne, merkwürdige Bildschirmhintergründe, die Unmöglichkeit längliche Animationen und ähnlichen Kinderkram durch Tastendruck abzukürzen) kann man sich arrangieren wenn man zumindest den Kniff mit der Datenübertragung via Bluetooth begriffen hat. Auch die etwas fummelige Kopfhörer- (welche Norm mag das wohl sein?) und USB-Buchsenabdeckung oder der fingernagelmordend einbetonierte Akkufachdeckel konnte mich nicht sonderlich erschüttern.

Merkwürdiger wird es dann schon, wenn die auf der Simkarte gespeicherten Namen und Rufnummern beim Importieren bzw Kopieren in das XP1 beschnitten werden (ich wäre davon ausgegangen, daß das Telefon wenigstens genausoviel Textlänge zuläßt wie die ohnehin schon restriktive Formatierung auf der Karte) und die Weltzeitfunktion stellt zumindest mich immer wieder vor Rätsel. „Selbsterklärend“ ist was anderes.

Auch ist es jammerschade, daß beim Anschluß an den Computer zwar der Chipsatz des Mobiltelefons als „neues Gerät“ gemeldet wird, es aber keinerlei Treiber zum Zugriff auf den internen Speicher oder sonstige Funktionen gibt. Ich erwarte ja keine „Nokia Data Suite“ oder ähnliches Premiumgedöhns, aber ein simpler USB MSC/UMS-Modus (d. h. wie ein externer Massenspeicher) könnte man dem Ding schon gnadenhalber spendieren.

Ebenfalls sollte man sein „rugged Phone“ tunlichst nicht laufen lassen, bis der Akku vollkommen leer ist (Selbstabschaltung), wenn man nicht den im Lieferumfang enthaltenen USB-Lader am Start hat sondern auf die USB-Buchse im Net- oder Notebook vertraut. Denn ist das Handy _richtig_ leer, meldet es sich auch nicht am Rechner an, lädt folglich nicht und man ist böse gekniffen. Ziemlich ärgerlich, wenn man sich selbst z. B. in den USA (wo es dank GSM 1900 wenigstens funktioniert, so man einen Mobilfunkladen ausfindig machen kann, der eine nackte Simkarte verkauft) am a. d. W. befindet, der Lader aber in Deutschland gut geschützt in der Verpackung liegt.

Weniger lustig wird es dann, wenn man vergeblich auf einen dringenden Anruf wartet und irgendwann genervt das Handy mit randvollem Akku _ausgeschaltet_ in seiner Hosen- oder Hemdtasche vorfindet. Dieses Verhalten führt zur – wie es Stiftung Warentest gerne ausdrückt – „Abwertung“ und ist so unglaublich, daß mein masochistischer Forschergeist geweckt und ich investigativ tätig wurde.

Tatsächlich muß es sich um einen Firmwarefehler handeln, der sich gelegentlich beim Zellenhandover (ich nutze in Deutschland das E-Netz und den Provider Simyo – die beschriebene Fehlfunktion könnte m. M. n. aber durchaus auch D-Netz-Kunden und Sauerstoffatmer ereilen) bemerkbar macht.

An diesem Punkt war ich übrigens mit dem Auto unterwegs, das XP1 eingeschaltet, im Batteriesparmodus (dunkles Display) und mit aktivierter Tastatursperre. Das Display aktivierte sich selbsttätig, zeigte „Netzwerkanmeldung“ und erlosch dann wieder. Shutdown. Der Prozeß wiederholte sich weitere zwei Male, dann schaltete sich das Telefon ab und mußte manuell wieder reaktiviert werden, was ich freilich tat.

Nach meiner Ankunft in der Tiefgarage (dort kein Empfang) nahm ich das Telefon mit und legte es auf meinen Schreibtisch (Empfangsqualität 1-2 Balken, voller Akku).

Am morgen darauf fand ich das XP1 erneut ausgeschaltet und den Akku vollkommen leer vor. Derart, daß ich (s. oben) ihn nicht an der USB-Schnittstelle eines PCs laden konnte (m. M. n. ein unerfreulicher Designfehler), sondern den dedizierten Lader bemühen mußte.

Das o. a. Problem habe ich bei dem IMEIs 359676011992009, 359676012106211 und zuletzt 359676012105502 identsch reproduzieren können und werde den Kaufvertrag (zustandegekommen bei mobilebomber.de) wandeln. Gegen den Sonim-Deutschland-Service ist prinzipiell nichts einzuwenden – ich bekam bei den zwei Reklamationen jeweils ohne lästige Fragen umgehend das Rücksendeporto erstattet und extrem fix ein Ersatzgerät – den Technikern bei Adiuvotech in Osnabrück (die den Deutschlandsupport für Sonim übernehmen) scheinen aber in Sachen „Firmwareupdate“ die Hände gebunden zu sein.

Sonim USA, das der Vollständigkeit halber, kümmert sich – ich will es mal unverblümt sagen – einen Scheiß um die Belange deutscher Kunden sondern verweist lapidar mit einem Textbaustein auf die hiesige Serviceadresse.

Wer also wie ich ein robustes, zuverlässiges und obendrein USA-taugliches Mobiltelefon und keine eierlegende „smarte“ Wollmilchnavisau mit Windowsbetriebssystem und 1001 nutzlosen Features benötigt, wegen Einsatz im empfindlichen Automobilumfeld tunlichst ohne „Megapickel“-Kamera, idealerweise mit langer Standbyzeit und Tasten, die man auch in Motorradhandschuhen bedienen kann sowie einem hellen Display und in lauter Umgebung wahrnehmbaren Geräuschäußerungen, den muß ich enttäuschen:

Die Schnittmenge ist leer, so ein Produkt gibt es nicht. Oder nur in einem Preisrahmen, der den erwartungsfrohen Benutzer in die Privatinsolvenz treibt.

Ich werde also hierzulande weiterhin mein museumsträchtiges Nokia 6150 betreiben, ggfs. zum Witterungsschutz in einen Müllbeutel eingepackt und in den Staaten auf 10$-Wegwerfhandies mit fest eingebauter Chipkarte zurückgreifen – so sehr das einen Technikfreak wie mich auch stört. Wenn wir dann alle auf UMTS zwangsmigriert werden, muß ich eben auf Brieftauben umsteigen. Die sind wenigstens zuverlässig und obendrein possierliche Tierchen.

Kurz: Wer kein gefahrensuchendes Spielkind ist, das sein Glück herausfordern möchte, der lasse vom Sonim XP1 BT gefälligst seine Finger. Egal, was der Hersteller auch verspricht. Müllbeutel gibt es bekanntlich schon für kleines Geld.

Herzliche Grüße und allzeit guten Empfang!